Gerätturnen 4.0 – in SportPraxis 4/2026

Gerätturnen 4.0: digital, individuell und motivierend

Wie kann digital gestütztes Gerätturnen Lernende motivieren, individuelle Lernwege ermöglichen und gleichzeitig die Lehrkraft entlasten? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Fachartikel „Gerätturnen 4.0: digital, individuell und motivierend“ von Yannick Weislogel, erschienen in SportPraxis 4/2026.

Kurz zusammengefasst: Der Artikel beschreibt eine acht Doppelstunden umfassende Unterrichtsreihe in einer fünften Klasse. Die Turnlehrer-App, analoge Lernmaterialien, feste Turn-Buddys und eine schrittweise Öffnung des Unterrichts greifen dabei ineinander.

Schülerinnen und Schüler arbeiten im Gerätturnen mit der Turnlehrer-App
Digitale und analoge Lernhilfen unterstützen die Schüler:innen während der Unterrichtsreihe.

Worum geht es im Fachartikel?

Gerätturnen stellt Lehrkräfte häufig vor besondere Herausforderungen: Die Leistungsunterschiede innerhalb einer Klasse sind groß, Bewegungsabläufe sind komplex und individuelle Rückmeldungen benötigen viel Zeit. Der im Artikel vorgestellte Unterrichtsansatz verbindet deshalb klare Strukturen mit zunehmend selbstständigem Lernen.

Individuelle Lernziele Die Lernenden erfassen zunächst ihren Leistungsstand, wählen passende Turnelemente und entwickeln daraus ihre persönliche Kür.
Videoanalyse und Idealvideos Eigene Aufnahmen werden mit Modellvideos verglichen. So werden Unterschiede sichtbar und nächste Lernschritte lassen sich gezielter ableiten.
Lernen im Turn-Buddy-System Feste Partner:innen filmen sich gegenseitig, geben Feedback und unterstützen einander während des gesamten Lernprozesses.
Transparente Leistungsbewertung Neben Schwierigkeit und Ausführung berücksichtigt das Kompetenzraster auch den individuellen Lernprozess, die Selbststeuerung und die Reflexionsfähigkeit.
Schülerinnen und Schüler planen ihre eigene Kür im Gerätturnen
Die Lernenden wählen geeignete Elemente aus und entwickeln schrittweise eine eigene Kür.

Was zeigte sich in der Praxis?

In der beschriebenen Unterrichtsreihe erwies sich besonders die Kombination aus klar geführten Anfangsphasen und späteren Entscheidungsfreiräumen als hilfreich. Die Schüler:innen konnten realistische Ziele setzen, eigene Fortschritte erkennen und zunehmend selbstständig arbeiten.

Der Videovergleich wirkte motivierend und unterstützte eine genauere Bewegungsvorstellung. Zugleich macht der Artikel deutlich, dass digitale Medien pädagogisch eingebettet werden müssen: Übungs- und Reflexionsphasen sollten klar voneinander getrennt sein, und für Videoaufnahmen sind die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen zu beachten.

Videovergleich einer Turnbewegung in der Turnlehrer-App
Der direkte Vergleich mit einem Idealvideo macht Bewegungsmerkmale und Verbesserungspotenziale sichtbar.

Die zentrale Erkenntnis: Digitalisierung ist im Sportunterricht dann besonders wertvoll, wenn sie das Bewegungslernen konkret unterstützt und sinnvoll mit persönlicher Begleitung, Kooperation und Reflexion verbunden wird.

Den vollständigen Artikel anfordern

Dieser Blogbeitrag gibt nur einen kurzen Einblick. Im vollständigen Fachartikel werden das didaktisch-methodische Konzept, der Ablauf der acht Doppelstunden, die Erfahrungen aus der praktischen Umsetzung sowie Möglichkeiten für Bewertung, Transfer und Weiterentwicklung ausführlich dargestellt.

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